Preise und Margen
Den Preis einer TCG-Karte sinnvoll einschätzen
Schätze TCG-Karten anhand von Variante, Sprache, Zustand und Grading ein. Trenne Schätzwert und Verkaufspreis und prüfe vor dem Angebot deine Marge.
Aktualisiert am 30. September 2026
Die kurze Antwort
Die Schätzung einer TCG-Karte beginnt mit Vergleichen derselben Druckversion, Sprache, Erhaltung und Veredelung. Bei einer bewerteten Karte müssen auch Bewertungsunternehmen und Note übereinstimmen. Fehlen passende Vergleiche, ersetze sie nicht durch den Preis einer anderen Variante. Schätzung und gewählter Angebotspreis bleiben getrennt.
Was ist diese Karte wert? Für TCG-Verkäufer braucht die Frage mehr Details: Welche Ausgabe, welche Sprache, welcher Zustand und welcher Markt? Der Preis einer ähnlichen Version kann ein Ausgangspunkt sein, ist aber nicht automatisch der Wert deines Exemplars.
Eine Schätzung unterstützt deine Entscheidung. Der Verkaufspreis ist die Entscheidung, die du unter Berücksichtigung von Kosten, Verfügbarkeit und Zielen triffst. Diese Trennung verhindert, dass ein Richtwert als zugesicherter Erlös verstanden wird.
Zuerst die richtige Karte vergleichen
Beginne mit Spiel, Set und Kartennummer. Prüfe dann Sprache, Oberfläche und mögliche Varianten. Eine Reverse Holo sollte nicht ungeprüft mit der Non-Foil-Version verglichen werden, ebenso wenig ein Nachdruck mit einer Erstausgabe.
Beurteile den Zustand am physischen Exemplar: Kanten, Ecken, Oberfläche und Zentrierung solltest du prüfen und fotografieren. Ein pauschaler Abschlag für jede Played-Karte ist ungeeignet. Der Unterschied zu Near Mint hängt auch von der Nachfrage nach der konkreten Version ab.
Bei gegradeten Karten reicht die Note nicht
Vergleiche gegradete Karten mit gleicher Ausgabe, Sprache, Grading-Firma und Note. Eine 10 einer Firma ist nicht automatisch mit einer 10 einer anderen austauschbar. Prüfe auch Zusätze zur Bewertung, Zertifikatsangaben und Besonderheiten des Exemplars.
Nummerierte Exemplare verlangen zusätzliche Sorgfalt. Auflage und individuelle Nummer können das Käuferinteresse beeinflussen. Fehlen passende Vergleiche, ist ein Hinweis auf eine nicht verfügbare Schätzung besser, als den Preis der Standardversion zu übernehmen.
Den Kontext des Preises verstehen
Ein aktives Angebot zeigt den Wunschpreis des Verkäufers; ein abgeschlossener Verkauf ist eine andere Art von Beleg. Notiere Quelle, Datum, Währung, enthaltene oder zusätzliche Versandkosten und die Übereinstimmung der Variante. Wenige Angebote garantieren keinen Verkauf zu diesem Preis.
Liegen Vergleichspreise weit auseinander, arbeite mit einer Spanne und benenne die Unsicherheit. Vermische nicht versiegelte Produkte, gegradete und ungegradete Karten, nur um einen Durchschnitt zu erhalten. Die Qualität des Vergleichs ist wichtiger als die Anzahl der Ergebnisse.
| Dein Exemplar | Was du vergleichen solltest |
|---|---|
| Unbewertet, Japanisch, Near Mint | Gleiche Druckversion, Sprache und Erhaltung; kein englischer Nachdruck |
| Mit PSA 9 bewertet | Gleiche Variante mit PSA 9; nicht PSA 10 oder die Note eines anderen Unternehmens |
| Nummeriertes Exemplar 7/50 | Gleiche nummerierte Edition; ohne passende Daten keine verlässliche Schätzung |
Vom Schätzwert zum Verkaufspreis
Berücksichtige Einkaufspreis, anfallende Gebühren, Verpackung und weitere von dir getragene Kosten. Lege dann die gewünschte Marge fest. Ein rein illustratives Beispiel: 8 € Einkauf, 2 € weitere Kosten und 3 € gewünschte Marge erfordern 13 € Erlös vor zusätzlichen, noch nicht enthaltenen Kosten.
Mit Cardunity organisierst du Bestand und Preise von Produkten, die mit Marktplätzen verknüpft sind. Prüfe vor automatischen Aktualisierungen durch Price Bot den Umfang und die Grenzen der Strategie. Maßgeblich sind die tatsächlich verfügbaren Funktionen deines Tarifs.
Eine wiederverwendbare Vergleichsliste
Halte fest, warum du deinen Preis gewählt hast, besonders bei teuren Karten oder wenigen Vergleichsangeboten. So kannst du ihn bei Marktveränderungen prüfen, ohne die Recherche von vorn zu beginnen.
- Vollständige Identifikation von Karte und Variante.
- Tatsächlicher Zustand, Sprache und gegebenenfalls Grading-Daten.
- Quelle, Datum und Art der Vergleichspreise.
- Berücksichtigte Kosten und gewünschte Marge.
- Gewählter Preis getrennt vom Schätzwert, mit Termin für die nächste Prüfung.