Bestellungen und Abläufe
TCG-Karten fotografieren: ein Leitfaden für klare Angebote
TCG-Karten für den Verkauf fotografieren: Vorderseite, Rückseite, Foil, Mängel und bewertete Karten. Ein praktischer Leitfaden bis zur Prüfung des Angebots.
Die kurze Antwort
Fotografiere für den Verkauf die tatsächliche TCG-Karte: Vorder- und Rückseite vollständig, Ecken und Mängel im Detail sowie die Foil-Oberfläche aus einem schrägen Winkel. Fotos, Variante und Beschreibung müssen zusammenpassen. Zeige bei bewerteten Karten auch Etikett und Schutzhülle. Prüfe vor dem Verkauf die hochgeladenen Bilder im Marketplace-Angebot.
Ein gutes Titelbild macht die Karte erkennbar. Fotos des konkreten Exemplars beantworten eine andere Frage: Was erhält der Käufer? Die Rückseite, ein weißer Rand oder ein Kratzer auf der Schutzhülle können dabei entscheidend sein, auch wenn Name und Set übereinstimmen.
Dieser praktische Leitfaden des Cardunity-Teams enthält eine Fotoreihenfolge und ein Beispiel, die du an die Karte und die Regeln des Kanals anpassen kannst. Die verlinkten offiziellen Quellen wurden am 10. Oktober 2026 geprüft.
Beginne mit dem Exemplar, das du versendest
Lege die Karte neben ihre Bestandsreferenz und prüfe Set, Kartennummer, Sprache und Ausführung. Fotografiere jeweils nur ein Exemplar und lege es vor der nächsten Karte an seinen Lagerplatz zurück. So vermeidest du, die Rückseite von Exemplar A der Vorderseite von Exemplar B zuzuordnen.
Der Zustandsleitfaden von CardTrader berücksichtigt beide Kartenseiten. Gehe bei den Fotos genauso vor: Eine saubere Vorderseite zeigt keine Abnutzung auf der Rückseite. Wähle den Zustand erst nach der Prüfung der physischen Karte anhand des Leitfadens des Ziel-Marketplaces.
Richte einen festen Fotoplatz ein
Ein stabil aufgestelltes Smartphone, eine saubere Fläche und diffuses Licht reichen für den Einstieg. Markiere außerhalb des Bildausschnitts die Positionen von Telefon und Karte auf dem Tisch. So bleibt der Abstand gleich. Alle vier Ränder müssen sichtbar sein; prüfe die Schärfe an der Kartennummer.
Ändere bei Foil-Karten den Winkel der Karte oder des Lichts leicht und vergleiche zwei Aufnahmen: Die Reflexion soll die Oberfläche erkennbar machen, nicht verdecken. Entferne eine spiegelnde Hülle nur, wenn du die Karte dabei sicher handhaben kannst. Poliere die Karte nicht und retuschiere weder Kratzer noch Ränder.
Eine Fotoreihenfolge für den Arbeitsplatz
Der Kartenleitfaden von eBay empfiehlt eigene Fotos von Vorderseite, Rückseite und Mängeln. Die folgende Tabelle macht daraus einen Arbeitsablauf, den Cardunity vorschlägt. Die Bildanzahl ist keine Vorgabe: Ergänze die Details, die das jeweilige Exemplar beschreiben.
| Aufnahme | Prüfung |
|---|---|
| Ganze Vorderseite | Sind Karte, Kartennummer und Sprache erkennbar? |
| Ganze Rückseite | Sind Ränder, Abnutzung und Flecken sichtbar? |
| Ecken und Ränder | Bleiben Details beim Vergrößern scharf? |
| Schräge Oberfläche | Sind Ausführung und mögliche Spuren sichtbar? |
| Einzelner Mangel | Sind Lage und Ausmaß des Mangels erkennbar? |
| Etikett oder Seriennummer | Stimmen die Angaben mit dem Angebot überein? |
Bewertete und nummerierte Karten eindeutig zeigen
Fotografiere die komplette Schutzhülle von vorn und hinten sowie das Etikett mit lesbarer Bewertungsfirma, Note und Zertifikatsnummer. Unterscheide in der Beschreibung zwischen Spuren auf dem Kunststoff und Mängeln der Karte; wenn das nicht möglich ist, sage es. Zeige bei nummerierten Karten die individuelle Nummer und Auflage vollständig.
Ein PSA-Zertifikat kannst du im offiziellen Prüfdienst nachschlagen und mit dem Etikett vergleichen. Eine gefundene Nummer bestätigt allein nicht die Echtheit des fotografierten Gegenstands; auf diese Einschränkung weist PSA ausdrücklich hin.
Beispiel: zwei Exemplare, zwei Fotoordner
Ein erfundenes Beispiel ohne Preise oder Verkaufsergebnisse: Du besitzt zwei Exemplare derselben Karte mit gleicher Sprache und Ausführung. Exemplar A hat einen kleinen weißen Punkt auf der Rückseite, Exemplar B einen Oberflächenkratzer. Fotografiere sie getrennt und vergib unterschiedliche interne Referenzen, etwa INV-017-A und INV-017-B.
Bewahre die Originale in den beiden Ordnern auf und nummeriere die Bilder, etwa mit 01, 02 und 03. Wenn das Angebot Exemplar A zeigt und verspricht, versende nicht B, nur weil der Name stimmt. Fasst ein Kanal mehrere Exemplare zusammen, prüfe zuerst, wie Unterschiede dargestellt werden können, bevor du eine Galerie für den gesamten Bestand nutzt.
Vom Bestandsfoto zum Marketplace-Angebot
Die öffentliche Cardunity-Seite „So funktioniert es“ unterscheidet zwischen Katalogvorschaubild und hochgeladenen Angebotsfotos. Das Vorschaubild in der Bestandsliste allein zeigt daher nicht, welche Fotos Käufer sehen. Prüfe das Produkt und öffne nach der Synchronisierung das Angebot im verbundenen Kanal.
Prüfe auf dem Smartphone die Bildreihenfolge, die Vollansicht und einen möglichen Beschnitt des Titelbilds. Fehlt ein Foto, kontrolliere das Ergebnis der Aktualisierung, bevor du alles erneut hochlädst. Bewahre die Originale auf: Bilder aus Chats oder Vorschauen können bereits komprimiert sein.
Die letzte Prüfung vor der Veröffentlichung
Die für diesen Leitfaden geprüfte eBay-Richtlinie verlangt mindestens 500 Pixel an der längsten Seite und untersagt Wasserzeichen, hinzugefügte Rahmen und Werbematerial auf Fotos. Prüfe vor dem Hochladen die Regeln des jeweiligen Kanals: Dieser Grenzwert gilt nicht automatisch für alle Marketplaces.
- Vorder- und Rückseite gehören zum tatsächlich verfügbaren Exemplar.
- Sprache, Ausführung, Zustand und Beschreibung passen zu den Fotos.
- Sichtbare Mängel sind dokumentiert und nicht wegretuschiert.
- Etikett, Note und Seriennummer sind gegebenenfalls lesbar.
- Die Galerie wurde im fertigen Angebot auch mobil geprüft.